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Selbstbestimmung im Dialog

Patientenautonomie - Vorsorge - Verantwortung
Einladung zum Symposium

Donnerstag, 27. September 2007, 12.00 - 18.30 Uhr
Galerie der Heinrich-Böll-Stiftung,
Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin

Eintritt frei

Voraussichtlich im Herbst verabschiedet der Deutsche Bundestag ein Gesetz über Verbindlichkeit und Reichweite von Patientenverfügungen. Zur Entscheidung stehen fundamental konträre Auffassungen von der Autonomie des Menschen: auf der einen Seite der Wille zur selbstbestimmung bei Urteilsfähigkeit nicht nur aber auch in der Sterbephase, den es zu respektieren und auch gegen die Ärzte durchzusetzen gilt; auf der anderen Seite der staatliche Schutz des menschlichen Lebens, das der Verfügungsgewalt des freien Willens entzogen bleiben soll.

Mit welcher Perspektive sollte diese Kontroverse ausgetragen werden? Am Respekt vor ihren Willenserklärungen und Vorausverfügungen entscheidet sich, ob Patienten Vertrauen zur medizinischen Beratung und Fürsorge entwickeln können, an die sie ihre Autonomie Treuhänderisch übergeben. Selbstbestimmung ist auch die
Grundlage für einen im Dialog zu gewinnenden Konsens zwischen Patient bzw. dessen Bevollmächtigten, Angehörigen, Pflegeteam und Ärzten, das Therapieziel ändern und das Sterben zulassen zu können. Eine gesetzliche Begrenzung der Selbstbestimmung auf die Unmittelbare Sterbephase liefe hingegen auf einen Lebenszwang hinaus. Folge wäre ein neuer medizinischer Paternalismus. Das nur dialogisch zu gewinnende Vertrauen würde verspielt, der Ruf nach Patientenautonomie als Abwehrrecht, ja nach aktiver Sterbehilfe würde lauter.

Programm und Anmeldung

28.8.07 10:37
 
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