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Die Chinapolitik des Westens: Zwischen strategischer Konkurrenz und Kooperation

Einladung zur Außenpolitischen Jahrestagung der
Heinrich-Böll-Stiftung

China hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund seiner wachsenden wirtschaftlichen Stärke und einer aktiver werdenden Außenpolitik zu einem immer wichtigeren Gegenüber auch für den Westen entwickelt. Zahlreiche sicherheitspolitische Herausforderungen können ohne eine kooperative Einbindung Chinas nicht mehr gelöst werden. Gleichzeitig bergen die ressourcen- und machtpolitischen Ambitionen Chinas auch Konfliktpotentiale gegenüber den USA wie der EU.

Gegenwärtig werden die europäisch-chinesischen Beziehungen von den wirtschafts- und handelspolitischen Interessen der großen Mitgliedstaaten dominiert. Strategische Erwägungen zur künftigen Rolle Chinas im multilateralen System und innerhalb der globalen Sicherheitsarchitektur fehlen weitgehend. Dieses Strategiedefizit wird nicht zuletzt an unterschiedlichen Auffassungen innerhalb der EU zur Frage des Waffenembargos gegenüber China deutlich. Dieses Defizit ist umso bemerkenswerter, weil es vorhersehbare sicherheitspolitische Konfliktfelder gibt. Exemplarisch zeigt sich das an den Differenzen um das Atomprogramm des Iran oder der unterschiedlichen Haltung gegenüber den Menschenrechtsverletzungen des sudanesischen Regimes. Während die USA China als potentiellen Störfaktor für ihre globalen Interessen betrachten, ist der Blick der EU auf China sicherheitspolitisch „ungetrübt".

Die außenpolitische Jahrestagung der Heinrich-Böll Stiftung will die China-Politik des Westens im Hinblick auf die zugrunde liegenden Werte, Interessen und strategischen Einschätzungen zur Diskussion stellen und dabei auch die chinesische Sicht zur Geltung bringen. Wir wollen damit ein Forum bieten, um die Chancen für eine konstruktive globale Zusammenarbeit auszuloten.

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2.8.07 15:41
 
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